Balancing sustainability and employer attractiveness: strategy–structure alignment in corporate mobility management

In der Fachzeitschrift Transportation Research Part D: Transport and Environment ist ein neuer Artikel von Luisa Stöhr und Dr. Philipp Scharfenberger erschienen. Er geht der Frage nach, wie Unternehmen ihr betriebliches Mobilitätsmanagement organisieren und welche strategischen Ziele ihre Mobilitätsinitiativen prägen.

Fokus der Studie

Unternehmen stehen beim Thema Mobilität vor zwei Anforderungen: Pendel- und Geschäftsreiseverkehr tragen deutlich zu den Verkehrsemissionen bei, und gleichzeitig sind Mobilitätsangebote für die Arbeitgeberattraktivität wichtiger geworden. Die Autor:innen haben zwischen Oktober 2023 und Januar 2025 eine explorative Mehrfachfallstudie mit sieben Arbeitgebern in Deutschland und der Schweiz durchgeführt. Grundlage waren Interviews, Workshops, Standortbesuche, Dokumente und Beobachtungen.

Zentrale Ergebnisse

  • Ökologische Nachhaltigkeit und Arbeitgeberattraktivität sind die wichtigsten Treiber und stehen oft im Spannungsverhältnis zueinander. Daneben spielen Parkinfrastruktur, Ressourceneinsatz und betriebliche Anforderungen eine Rolle.
  • Die Verantwortung für Mobilität ist unterschiedlich organisiert, in eigens dafür geschaffenen Rollen, eingebettet in bestehende Rollen oder verteilt auf mehrere Abteilungen.
  • Der Haupttreiber einer Initiative zeigt sich meist in der federführenden Abteilung: Zum Beispiel werden Nachhaltigkeitsziele von Nachhaltigkeitsteams verantwortet, Ziele zur Arbeitgeberattraktivität vom Personalbereich.

Betriebliches Mobilitätsmanagement erscheint damit als peripheres, abteilungsübergreifendes Handlungsfeld. Strategie und Struktur werden nicht zentral aufeinander abgestimmt. Die Abstimmung entsteht über parallele, sich teils überschneidende Zuständigkeiten.

Luisa Stöhr forscht am IMO-HSG zu betrieblichem Mobilitätsmanagement und ist Doktorandin im PwC Lab for Smart Mobility. Die Studie entstand im Rahmen des Future Mobility Lab in Zusammenarbeit mit PwC Deutschland.

Stöhr, L., & Scharfenberger, P. (2026). Balancing sustainability and employer attractiveness: strategy–structure alignment in corporate mobility management. Transportation Research Part D: Transport and Environment, 161, Article 105633. https://doi.org/10.1016/j.trd.2026.105633

Kontakt

Luisa Stöhr, luisa.stoehr@unisg.ch

Balancing sustainability and employer attractiveness: strategy–structure alignment in corporate mobility management

In der Fachzeitschrift Transportation Research Part D: Transport and Environment ist ein neuer Artikel von Luisa Stöhr und Dr. Philipp Scharfenberger erschienen. Er geht der Frage nach, wie Unternehmen ihr betriebliches Mobilitätsmanagement organisieren und welche strategischen Ziele ihre Mobilitätsinitiativen prägen.

Fokus der Studie

Unternehmen stehen beim Thema Mobilität vor zwei Anforderungen: Pendel- und Geschäftsreiseverkehr tragen deutlich zu den Verkehrsemissionen bei, und gleichzeitig sind Mobilitätsangebote für die Arbeitgeberattraktivität wichtiger geworden. Die Autor:innen haben zwischen Oktober 2023 und Januar 2025 eine explorative Mehrfachfallstudie mit sieben Arbeitgebern in Deutschland und der Schweiz durchgeführt. Grundlage waren Interviews, Workshops, Standortbesuche, Dokumente und Beobachtungen.

Zentrale Ergebnisse

  • Ökologische Nachhaltigkeit und Arbeitgeberattraktivität sind die wichtigsten Treiber und stehen oft im Spannungsverhältnis zueinander. Daneben spielen Parkinfrastruktur, Ressourceneinsatz und betriebliche Anforderungen eine Rolle.
  • Die Verantwortung für Mobilität ist unterschiedlich organisiert, in eigens dafür geschaffenen Rollen, eingebettet in bestehende Rollen oder verteilt auf mehrere Abteilungen.
  • Der Haupttreiber einer Initiative zeigt sich meist in der federführenden Abteilung: Zum Beispiel werden Nachhaltigkeitsziele von Nachhaltigkeitsteams verantwortet, Ziele zur Arbeitgeberattraktivität vom Personalbereich.

Betriebliches Mobilitätsmanagement erscheint damit als peripheres, abteilungsübergreifendes Handlungsfeld. Strategie und Struktur werden nicht zentral aufeinander abgestimmt. Die Abstimmung entsteht über parallele, sich teils überschneidende Zuständigkeiten.

Luisa Stöhr forscht am IMO-HSG zu betrieblichem Mobilitätsmanagement und ist Doktorandin im PwC Lab for Smart Mobility. Die Studie entstand im Rahmen des Future Mobility Lab in Zusammenarbeit mit PwC Deutschland.

Stöhr, L., & Scharfenberger, P. (2026). Balancing sustainability and employer attractiveness: strategy–structure alignment in corporate mobility management. Transportation Research Part D: Transport and Environment, 161, Article 105633. https://doi.org/10.1016/j.trd.2026.105633

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Luisa Stöhr, luisa.stoehr@unisg.ch