Mobilität als Exportware

20.01.2021

Die städtische Mobilität der Zukunft steht vor einer Herausforderung: Während der globale Verkehr in den nächsten 15 Jahren um etwa sechs und der erforderliche Parkraum für Pkws um acht Prozent ansteigen werden, stossen Großstädte bereits heute an ihre Limits. Verkehrsberuhigte Innenstädte, autonome Shuttles auf Teststrecken, Mikromobile und Plattformen, die es Verkehrsteilnehmern ermöglichen ihre vernetzten Wege der Fortbewegung individuell zusammenzustellen – solche Konzepte der Mobilität werden bspw. in der deutschen Hauptstadt getestet. Andreas Herrmann in einem Beitrag in AUTOMOBIL INDUSTRIE  zur Frage, wie Deutschland die starken internationalen Wettbewerber noch einholen kann, wenn es um alternative Mobilitätsmodelle der Zukunft geht?

Das Autoland Deutschland hat Aufholbedarf.

„Die Wertschöpfungskette in der Mobilitätsindustrie wird komplett zerschlagen.“ so Andreas Herrmann in der aktuellen Ausgabe der AUTOMOBIL INDUSTRIE. Um Mobilität in den Städten zukunftsfähig und einfach zugänglich für seine Nutzer zu machen, werden viele Akteure künftig einen kleinen Teil in der Wertschöpfung leisten. Dabei sind Stadtwerke, die durch ihre Nähe zur Politik Projekte initiieren und Plattformen koordinieren können, Technologieunternehmen, die Apps anbieten, oder Baufirmen, die für Infrastruktur sorgen, gleichermaßen wichtig. Solche Projekte sind jedoch koordinativ anspruchsoll.

Neue Mobilitätsprojekte stellen hohe Ansprüche an Koordination.

Eines der zentralen Probleme bei der Entwicklung zukunftsfähiger Mobilitätsprojekte besteht darin, dass es viele Einzelinitiativen gibt, deren Erkenntnisse jedoch bislang nicht zusammengeführt werden, sagt ICI-Direktor Herrmann gegenüber der AUTOMOBIL INDUSTRIE. Es benötigt eine überregionale Instanz, die derartige Projekte und ihre interdisziplinären Akteure koordiniere. Dass dies bisher fehlt, verschaffe Deutschland im internationalen Vergleich eine nachteilige Position. „Deutschland fehlt ein Plan, eine Initiative vom Verkehrsministerium“, beklagt Andreas Herrmann.

Was braucht es, damit sich Deutschland im Rennen um die Mobilität der Zukunft positionieren kann?

Der Vorschlag von Andreas Herrmann: „Eine Stadt in Deutschland geht voran und baut die künftige Mobilität, mit all den Akteuren, die es braucht. Wir testen Hardware, Software, Betreibermodelle, Zahlungsbereitschaft, die Sorgen der Menschen. Als Automobilstandort müssten wir das hinkriegen.“ Dabei verweist er darauf, dass Mobilität nach Gesundheit und Ernährung der drittgrösste Einzelmarkt der Welt sein werde. Auch wenn man bereits an einem deutschen Gesetzesentwurf arbeite, der autonomes Fahren Realität werden lassen könnte, haben die deutschen Städte jedoch noch viel Arbeit vor sich.

In einem Kooperationsprojekt mit der Unternehmensberatung BCG hat das ICI untersucht, welcher Stadttyp von welchem Mobilitätsmix am meisten profitiert. Lesen Sie mehr dazu hier.

Referenz

Mobilität als Exportware
in: AUTOMOBIL INDUSTRIE (10/2020)
(Svenja Gelowicz)

Die städtische Mobilität der Zukunft steht vor einer Herausforderung: Während der globale Verkehr in den nächsten 15 Jahren um etwa sechs und der erforderliche Parkraum für Pkws um acht Prozent ansteigen werden, stossen Großstädte bereits heute an ihre Limits. Verkehrsberuhigte Innenstädte, autonome Shuttles auf Teststrecken, Mikromobile und Plattformen, die es Verkehrsteilnehmern ermöglichen ihre vernetzten Wege der Fortbewegung individuell zusammenzustellen – solche Konzepte der Mobilität werden bspw. in der deutschen Hauptstadt getestet. Andreas Herrmann in einem Beitrag in AUTOMOBIL INDUSTRIE  zur Frage, wie Deutschland die starken internationalen Wettbewerber noch einholen kann, wenn es um alternative Mobilitätsmodelle der Zukunft geht?

Das Autoland Deutschland hat Aufholbedarf.

„Die Wertschöpfungskette in der Mobilitätsindustrie wird komplett zerschlagen.“ so Andreas Herrmann in der aktuellen Ausgabe der AUTOMOBIL INDUSTRIE. Um Mobilität in den Städten zukunftsfähig und einfach zugänglich für seine Nutzer zu machen, werden viele Akteure künftig einen kleinen Teil in der Wertschöpfung leisten. Dabei sind Stadtwerke, die durch ihre Nähe zur Politik Projekte initiieren und Plattformen koordinieren können, Technologieunternehmen, die Apps anbieten, oder Baufirmen, die für Infrastruktur sorgen, gleichermaßen wichtig. Solche Projekte sind jedoch koordinativ anspruchsoll.

Neue Mobilitätsprojekte stellen hohe Ansprüche an Koordination.

Eines der zentralen Probleme bei der Entwicklung zukunftsfähiger Mobilitätsprojekte besteht darin, dass es viele Einzelinitiativen gibt, deren Erkenntnisse jedoch bislang nicht zusammengeführt werden, sagt ICI-Direktor Herrmann gegenüber der AUTOMOBIL INDUSTRIE. Es benötigt eine überregionale Instanz, die derartige Projekte und ihre interdisziplinären Akteure koordiniere. Dass dies bisher fehlt, verschaffe Deutschland im internationalen Vergleich eine nachteilige Position. „Deutschland fehlt ein Plan, eine Initiative vom Verkehrsministerium“, beklagt Andreas Herrmann.

Was braucht es, damit sich Deutschland im Rennen um die Mobilität der Zukunft positionieren kann?

Der Vorschlag von Andreas Herrmann: „Eine Stadt in Deutschland geht voran und baut die künftige Mobilität, mit all den Akteuren, die es braucht. Wir testen Hardware, Software, Betreibermodelle, Zahlungsbereitschaft, die Sorgen der Menschen. Als Automobilstandort müssten wir das hinkriegen.“ Dabei verweist er darauf, dass Mobilität nach Gesundheit und Ernährung der drittgrösste Einzelmarkt der Welt sein werde. Auch wenn man bereits an einem deutschen Gesetzesentwurf arbeite, der autonomes Fahren Realität werden lassen könnte, haben die deutschen Städte jedoch noch viel Arbeit vor sich.

In einem Kooperationsprojekt mit der Unternehmensberatung BCG hat das ICI untersucht, welcher Stadttyp von welchem Mobilitätsmix am meisten profitiert. Lesen Sie mehr dazu hier.

Referenz

Mobilität als Exportware
in: AUTOMOBIL INDUSTRIE (10/2020)
(Svenja Gelowicz)