Den Wandel aktiv mitgestalten: Gründung des Instituts für Mobilität

03.06.2021

Der Mobilitätssektor befindet sich im Wandel. Mit der Gründung des Instituts für Mobilität zum 1. April 2021 wird die Universität St.Gallen diese Transformation aktiv begleiten. Im Zentrum der Tätigkeit des Instituts steht neben der Forschung insbesondere der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Universität St.Gallen hat am 1. April 2021 das Institut für Mobilität (IMO-HSG) gegründet. Es geht aus dem Institut für Customer Insight (ICI-HSG) hervor und wird von Prof. Andreas Herrmann, Prof. Wolfgang Jenewein und Prof. Torsten Tomczak gemeinsam geführt. Das Institut für Mobilität soll

  • die Entwicklung der «New Mobility» in Wissenschaft und Gesellschaft vorantreiben,
  • die Schweiz international als Standort für «New Mobility» profilieren helfen,
  • zu einem der globalen Themenführer auf dem Gebiet Mobilität entwickelt werden.

Das neue Institut kann auf langjährige Kooperationen mit renommierten Praxispartnern aufbauen: In den vergangenen Jahren haben Forscherinnen und Forscher des Instituts für Customer Insight etwa mit traditionellen Mobilitätsanbietern wie der Volkswagen AG, der BMW AG, der Mercedes-Benz AG und weiteren Mobilitätsunternehmen wie dem TÜV, der SBB, dem israelischen Startup Mobileye, der Lufthansa AG und der Boston Consulting Group (BCG) zusammengearbeitet. Die dabei erforschten und bearbeiteten Themen reichen vom automatisierten und vernetzen Fahren, alternativen Antrieben, Mobility as a Service (MaaS), multimodale Mobilität, Sharing-Konzepten bis zu Fragen der Führung- und Unternehmenskultur und Kommunikation.

Ein Blick auf die Forschungsleistung zeigt, dass in dieser Zeit mehr als 30 Artikel in FT-Zeitschriften und weiteren A-Journals publiziert wurden. Mehr als 25 Postdocs und Doktoranden haben sich erfolgreich auf Professuren an Universitäten und Fachhochschulen beworben. Auch auf dieser Grundlage hat sich das ICI-HSG national und international als Partner im Themenfeld Mobilität etabliert – sowohl in der Praxis als auch in der akademischen Welt. So ist Prof. Andreas Herrmann als Visiting Professor an den jeweiligen New Mobility Departments der London School of Economics (LSE), Stockholm School of Economics sowie der Tongji University (China) tätig.

Mit der Gründung eines eigenständigen Instituts, das sich auf das Thema Mobilität konzentriert, sollen die Aktivitäten der Vergangenheit im Feld Mobilität auf das nächste Niveau gehoben und verstärkt werden. Das Institut für Mobilität wird dabei vor allem in folgenden Themenfeldern aktiv sein:

Multimodale Mobilität

Im Zentrum steht dabei die Erfüllung des menschlichen Bedürfnisses nach zeitgemäßer, bezahlbarer, leicht zugänglicher und sicherer Mobilität. Mobilität basiert auf kundenaktivierten Leistungselementen verschiedener Netzwerke (MIV, NMIV, ÖV) – fahrplanbasiert oder individuell. Das Zusammenspiel dieser sich überlagernden Netzwerke ist für das Funktionieren von Mobilität und damit moderner Kultur- und Wirtschaftsstandorte entscheidend. Optimierung der Multimodalität ist heute Bestandteil moderner Verkehrspolitik. Mit Digitalisierung, autonomen Systemen, neuen Anforderungen durch die Covid-19-Pandemie, neuen verkehrspolitischen Konzepten im Zeitalter knapper Staatsfinanzen gibt es angebotsseitige Veränderungen, die das Gesamtsystem tangieren und zu disruptiven Veränderungen des bestehenden Verkehrssystems mit seiner traditionellen Aufgabenverteilung führen.

Transformation von Mobilitätsunternehmen

Traditionelle Mobilitätsunternehmen, ob in der Automobil- und Luftfahrtindustrie oder im öffentlichen Verkehr, stehen vor den grössten Herausforderungen ihrer Geschichte. Das geschieht nicht nur durch antriebs- und kraftstoffseitige Innovationen. Autonomes und vernetztes Fahren erfordert Sensoren, Software und das Internet. Kommunen verfolgen zunehmend das Ziel, die Anzahl an Fahrzeugen im Stadtzentrum zu reduzieren und multimodale Verkehrssysteme zu fördern. Auch der Fahrzeugbesitz wird verstärkt in Frage gestellt, Mobilität als Dienstleistung propagiert. All diese Entwicklungen verlangen von den traditionellen Mobilitätsunternehmen eine grundlegende Transformation ihres bisherigen Geschäftsmodells und damit einhergehend der Führungs- und Unternehmenskultur.

Mobilitätsverhalten im «Next Normal»

Die Covid-19-Pandemie offenbart eine kaum mehr für möglich gehaltene Verwundbarkeit unseres Wirtschafts- und auch Gesellschaftssystems. Obgleich noch keine finale Bewertung möglich ist, muss auch die Art und Weise, wie Mobilität weltweit organisiert ist, neu gedacht werden. Daher erfordert jede Auseinandersetzung mit der neuen Mobilität nicht nur Antworten auf die konkrete Ausgestaltung der zukünftigen Verkehrssysteme, sondern auch eine Reflexion über die Auswirkungen der aktuellen Krise auf die Globalisierung und die damit verbundene Gestaltung der weltweiten Mobilität.

Faszination Mobilität

Mobilität hat nicht nur mit dem Transport von Personen und Gütern von einem Ort zum anderen zu tun. Von grosser Bedeutung ist auch die Faszination des Menschen an Bewegung, ob als FahrerIn, von Automobilen, als PilotIn von Flugzeugen, auf dem Fahrrad, beim Bergsteigen, auf dem Fussball- oder Tennisplatz. Menschen «bewegen» sich aus unterschiedlichen Motivationen, die zum Beispiel von Gesundheitsüberlegungen, von der Faszination an Technik, dem Drang nach Höchstleistungen, der Suche nach Lebenssinn geprägt sind. Unter dem Dach des Instituts für Mobilität wird daher auch ein Center für Sportmanagement gegründet.

Der Mobilitätssektor befindet sich im Wandel. Mit der Gründung des Instituts für Mobilität zum 1. April 2021 wird die Universität St.Gallen diese Transformation aktiv begleiten. Im Zentrum der Tätigkeit des Instituts steht neben der Forschung insbesondere der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Universität St.Gallen hat am 1. April 2021 das Institut für Mobilität (IMO-HSG) gegründet. Es geht aus dem Institut für Customer Insight (ICI-HSG) hervor und wird von Prof. Andreas Herrmann, Prof. Wolfgang Jenewein und Prof. Torsten Tomczak gemeinsam geführt. Das Institut für Mobilität soll

  • die Entwicklung der «New Mobility» in Wissenschaft und Gesellschaft vorantreiben,
  • die Schweiz international als Standort für «New Mobility» profilieren helfen,
  • zu einem der globalen Themenführer auf dem Gebiet Mobilität entwickelt werden.

Das neue Institut kann auf langjährige Kooperationen mit renommierten Praxispartnern aufbauen: In den vergangenen Jahren haben Forscherinnen und Forscher des Instituts für Customer Insight etwa mit traditionellen Mobilitätsanbietern wie der Volkswagen AG, der BMW AG, der Mercedes-Benz AG und weiteren Mobilitätsunternehmen wie dem TÜV, der SBB, dem israelischen Startup Mobileye, der Lufthansa AG und der Boston Consulting Group (BCG) zusammengearbeitet. Die dabei erforschten und bearbeiteten Themen reichen vom automatisierten und vernetzen Fahren, alternativen Antrieben, Mobility as a Service (MaaS), multimodale Mobilität, Sharing-Konzepten bis zu Fragen der Führung- und Unternehmenskultur und Kommunikation.

Ein Blick auf die Forschungsleistung zeigt, dass in dieser Zeit mehr als 30 Artikel in FT-Zeitschriften und weiteren A-Journals publiziert wurden. Mehr als 25 Postdocs und Doktoranden haben sich erfolgreich auf Professuren an Universitäten und Fachhochschulen beworben. Auch auf dieser Grundlage hat sich das ICI-HSG national und international als Partner im Themenfeld Mobilität etabliert – sowohl in der Praxis als auch in der akademischen Welt. So ist Prof. Andreas Herrmann als Visiting Professor an den jeweiligen New Mobility Departments der London School of Economics (LSE), Stockholm School of Economics sowie der Tongji University (China) tätig.

Mit der Gründung eines eigenständigen Instituts, das sich auf das Thema Mobilität konzentriert, sollen die Aktivitäten der Vergangenheit im Feld Mobilität auf das nächste Niveau gehoben und verstärkt werden. Das Institut für Mobilität wird dabei vor allem in folgenden Themenfeldern aktiv sein:

Multimodale Mobilität

Im Zentrum steht dabei die Erfüllung des menschlichen Bedürfnisses nach zeitgemäßer, bezahlbarer, leicht zugänglicher und sicherer Mobilität. Mobilität basiert auf kundenaktivierten Leistungselementen verschiedener Netzwerke (MIV, NMIV, ÖV) – fahrplanbasiert oder individuell. Das Zusammenspiel dieser sich überlagernden Netzwerke ist für das Funktionieren von Mobilität und damit moderner Kultur- und Wirtschaftsstandorte entscheidend. Optimierung der Multimodalität ist heute Bestandteil moderner Verkehrspolitik. Mit Digitalisierung, autonomen Systemen, neuen Anforderungen durch die Covid-19-Pandemie, neuen verkehrspolitischen Konzepten im Zeitalter knapper Staatsfinanzen gibt es angebotsseitige Veränderungen, die das Gesamtsystem tangieren und zu disruptiven Veränderungen des bestehenden Verkehrssystems mit seiner traditionellen Aufgabenverteilung führen.

Transformation von Mobilitätsunternehmen

Traditionelle Mobilitätsunternehmen, ob in der Automobil- und Luftfahrtindustrie oder im öffentlichen Verkehr, stehen vor den grössten Herausforderungen ihrer Geschichte. Das geschieht nicht nur durch antriebs- und kraftstoffseitige Innovationen. Autonomes und vernetztes Fahren erfordert Sensoren, Software und das Internet. Kommunen verfolgen zunehmend das Ziel, die Anzahl an Fahrzeugen im Stadtzentrum zu reduzieren und multimodale Verkehrssysteme zu fördern. Auch der Fahrzeugbesitz wird verstärkt in Frage gestellt, Mobilität als Dienstleistung propagiert. All diese Entwicklungen verlangen von den traditionellen Mobilitätsunternehmen eine grundlegende Transformation ihres bisherigen Geschäftsmodells und damit einhergehend der Führungs- und Unternehmenskultur.

Mobilitätsverhalten im «Next Normal»

Die Covid-19-Pandemie offenbart eine kaum mehr für möglich gehaltene Verwundbarkeit unseres Wirtschafts- und auch Gesellschaftssystems. Obgleich noch keine finale Bewertung möglich ist, muss auch die Art und Weise, wie Mobilität weltweit organisiert ist, neu gedacht werden. Daher erfordert jede Auseinandersetzung mit der neuen Mobilität nicht nur Antworten auf die konkrete Ausgestaltung der zukünftigen Verkehrssysteme, sondern auch eine Reflexion über die Auswirkungen der aktuellen Krise auf die Globalisierung und die damit verbundene Gestaltung der weltweiten Mobilität.

Faszination Mobilität

Mobilität hat nicht nur mit dem Transport von Personen und Gütern von einem Ort zum anderen zu tun. Von grosser Bedeutung ist auch die Faszination des Menschen an Bewegung, ob als FahrerIn, von Automobilen, als PilotIn von Flugzeugen, auf dem Fahrrad, beim Bergsteigen, auf dem Fussball- oder Tennisplatz. Menschen «bewegen» sich aus unterschiedlichen Motivationen, die zum Beispiel von Gesundheitsüberlegungen, von der Faszination an Technik, dem Drang nach Höchstleistungen, der Suche nach Lebenssinn geprägt sind. Unter dem Dach des Instituts für Mobilität wird daher auch ein Center für Sportmanagement gegründet.